Dienstag, 23. September 2014

8. Tag Wir verlassen heute das schöne Apulien und machen uns auf den Weg zur Amalfiküste. Es geht quer über den Stiefel, durch verschiedene Regionen (Basilicata, Kampanien) über einen endlosen hohen öden Pass. Man merkt eigentlich erst wie hoch oben man ist als es auf der anderen Seite Steil hinunter geht, Richtung Salerno... Ein Aufatmen, endlich raus aus den Bergen ans Meer. Das Navigationsgrät führt uns an Salerno vorbei, hinauf bis fas Pompei, dann geht es hinauf auf die Amalfi Halbinsel und hinauf immer steiler und kurviger werden die Strassen und nebliger.... Vom Meer sieht man gar nichts mehr. Schliesslich müssen wir abbiegen in eine an den Steilhang geklatschte Strasse, bei der selbst mir und Michael ganz mulmig wird, ein Maultier grast am Strassenrand, alleine und gemütlich vor sich hin... Schliesslich sind wir beim Agriturismo angekommen, doch uns gefällt es hier gar nicht. Gut haben wir nicht gebucht. Wir fahren also hinunter nach Amalfi selber. Das Hotel, dass ich herausgesucht hatte, war bereits voll. Der reseptionist meint im Dorf hätte es noch genug freie Zimmer. Doch unten erwartet uns der blanke Horror. Turisten, Mofas, Reisebusse, Fussgänger, Händler.... Ein riesendurcheinander, Lärm, Chaos, wo man hinblickt. Wir sind nun bereits 8,5 Stunden unterwegs und wissen noch nicht wo wir übernachten wollen, aber hier bestimmt nicht. Wir fahren also wieder über den grausigen Hügel in den Nebel hoch hinten hinunter und Richtung Norden. Ich such ein neues Agriturismo, Plätze hat es noch, bietet jedoch kein Abendessen mehr an... Das kann ich Michael nicht antun. Ich erinnere mich an das Hotel Summit wo ich vor ca. 32Jahren mal war und so fahren wir nach Gaeta und zu dem Hotel. Es hat sogar noch Zimmer frei und wir bekommen eines mit Meerblick und Balkon für einen ganz guten Preis. Spontan entschliessen wir uns 2 Nächte zu bleiben und nach der langen Fahrt einen Beachtag einzulegen. Abendessen gibt es auf der Terrasse und es geht todkaputt ins Bett. Was für ein langer Horrortag. 9. Tag Heute ist Beach und lesen angesagt.... Die Sonne lacht und ich bin positiv überrascht, beim Frühstück mal nicht nur die Süssen Kuchen und Hörnchen, das pappige, salzlose Brot vorzufinden siondern Rührei, Speck und sehr gute Würstchen. Das Meerwasser ist erst frisch, dann herrlich. Im Hotelpersonal inbegriffen waren Sonnenschirm, Liegen, Stuhl und Badetücher. So mach ich mich daran meinen Apulienkrimi fertigzulesen. wir rufen noch Michele an, um zu sehen, ob er am Mittwoch für uns Zeit hat, hat er nicht. daher bleiben wir noch eine Nacht und einen Beachtag länger. Leider ist die Auswahl an Speisen am Abend sehr klein und gleich wie am Vortag. Der Service auch nicht grade super, es hat jedoch nur den einen Kellner und wir sehen schnell, dass es eigentlich 2Kellner benötigen würde, aber wohl nicht wirklich genug für zwei zu tun gibt.... Die Tische sind zu verzettelt. 10. Tag Beachtag, es ist jedoch sehr windig und das Meer voller Wellen. Für mich nicht grade einladend. daher mach ich mich an meinen 2.Apilienkrimi....schon fein so ein Kindle, man hat einfach alles in dem kleinen Gerät und sogar bei Sonnenschein gute Lesbarkeit. Am Nachmittag kommen nun doch die Wolken und es wird zu kalt. Daher ab ins Zimmer und Siesta. Da wir dem Abenessen hier entgehen wollen fahren wir nach Gaeta rein. Es ist jedoch auch da nicht viel liste und macht uns nicht wirklich an zu Bleiben. Wir fahren die Küste also wieder hinauf, in der Hoffnung ein Restaurant zu finden, es hat jedoch mehrheitlich Nut Strandkneipen und Hotels.... Ein Waldbrand am Berg hältbuns in Atem, ein löschhubschrauber und Löschflugzeug fliegen über unsere Köpfe zwischen Meer und Brand hin und her. Wir sind müde und mögen nicht weitersuchen.... Also zurück ins Hotel ....morgen geht es nach Sassi Rossi und zu Michele... Ich freu mich schon.

Samstag, 20. September 2014

7. Tag ein bewölkter Sightseeing Tag heute ist es stürmisch, windig und feucht-heiss. Im Süden regnet's. Wir machen uns auf nach Lecce, der Provinzhauptstadt. Immer gilt unsere Sorge, das Auto möglichst sicher zu Parken. Nach einigem rumkurven finden wir endlich ein Plätzchen und laufen los Richtung Altstadt. Gut, wenn man dank iPhone auf der Karte nachschauen kann, wohin es geht. Lecce bietet zudem freies Wifi. Diese Stadt ist voller Leben und Turisten.Die Häuser sind aus gelbem Stein gebaut und oft reich verziert. Hier würdenauch die Fashionistas wieder glücklich, es hat alle Marken, die man so kennt. Wir besichtigen einige Kirchen und schlendern einmal ganz durch die Altstadt durch. Es ist düppig heiss und wir sind viel zu warm angezogen, denn im Gegensatz zur Küste blässt hier kein Wind. auf dem Rückweg probieren wir die örtliche Spezialität, eine Lecceseer Pizza. Ehrlich gesagt haut mich dieses Brotgericht nicht grade um. von der Grossstadt hab ich auch schnell genug und um 1 Uhr machen die hier sowieso alles dicht. So entscheiden wir uns noch nach Gallipoli zu fahren, eine Küstenstadt auf der anderen, ionischen Seite des Absatzes. dort angekommen bläst wieder ein heisser Wind. es ist 29 Grad warm und fast 100 Prozent Luftfeuchtigkeit. Alt Gallipoli erreicht man über eine Brücke, sie ist also auf einer Insel gebaut. Im Gegensatz zu Lecce haben hier die kleinen Shops noch offen, bieten jedoch nur touristischen Krimskrams an. In den engen Gassen steht die Luft und gaz schlimm ist es in der Kirche, die zwar sehr schön ist, aber die Luft zum Schneiden. kaum ist man jedoch wieder hinten am Meer, bläst der heisse Wind einem um die Ohren. Mich reiht, dass wir mit dem Mittagessen nicht gewartet haben, hier gibt es überall frische Fischgerichte und auch kleine feine Bruscchetti Teller. Tja, wir werden heute Abend sicher wieder im Agriturismo verwöhnt. Ich schlage Michael vor über Land die kürzeste Route zu nehmen quer durch den Absatz. Es geht über holprige Strassen voller Schlaglöcher durch kleine, wie es scheint verlassene Dörfer hindurch. Alle Läden sind zu, kein Mensch auf der Strasse, nur in einem Dorf wischt eine einsame Alte den Gehsteig vor ihrem Haus frei von den Piniennadeln am Boden. Es ist fast unheimlich. machen die wirklich alle Siesta? Und doch scheint es es leben hier Leute, den es wird auch gebaut.... Dennoch nicht mal frischwäsche oder Blumentöpfe eisen auf Leben hin, einfach Häuser, die dicht gemacht und verlassen scheinen.... Es geht weiter durch viele Olivenhaine hindurch schnurgerade um dann in dem nächsten scheinbar verlassenen Dörfchen verwinkelt hindurchgeschlängelt und auf holprigen Gassen, immer weiter. gegen Fünf Uhr scheint dann plötzlich etwas Leben in das nächste Dörfchen zu kommen....und schon sind wir an der anderen adriatischen Küste. Michael und ich atmen beide auf, der kürzeste Weg war in dem Fall sehr anstrengend und mühsam, abenteuerlich. Fast meinte man Don Camillo und Pepone zu begegnen,. Das komische diesig trübe Wetter verstärkte diesen Eindruck noch. in einigen Städtchen erwartete ich schon verdorrte Büsche über die Strassen Rollen zu sehen, aber ein paar Zeitungen, die achtlos liegengelassen wurden hatten fast den gleichen Effekt, wenn sie von dem Fahrteind eines entgegenfahrenden Autos aufgewirbelt wurden. verschwitzt und müde kehrten wir in unser Refugio zurück. nach einer Dusche fühlt man sich gleich etwas wohler, aber beide sind übersähet mit Mückenstichen, Michael, der Arme wiedermal etwas mehr als ich. Es werden wohl heute Nachrt noch einige dazukommen..... Es gab: Antipasti della Casa Eine Vielzahl an Teller, voller feiner Überraschungen secondi: Michael: Papardelle Karin: Ravioli mit Meeresfrüchten und einer Bisque Dessert: Tartüffs Nero e bianco
5. Tag ... Die Reise zum südlichsten Punkt Italiens Also im Agriturismo www.tenutasantemillion.it angekommen, haben wir uns kurz eingerichtet und sind dann mit Badehose bepackt gen Süden. Eine Badebucht wollten wir uns suchen. Was wir fanden waren viele steinige Buchten, wo sich die Menschen auf unbequemen Steinen in der prallen Sonne räckelten. das Wasser war verlockend, klar, grün, türkis bis ins tiefe blau schimmernd, doch in der prallen Sonne mit viel kalter Bise wollten wir uns nicht so recht entscheiden. die eine kleine Bucht hier in der Nähe bei Porto Badisco, welche mir gefiel, war Michael zu eingeengt und bei Pote San Cesare, wo die alten Ruinen waren, war es mir nicht so geheuer. immer mehr in den Süden fuhren wir und entschieden uns dann aufs Baden zu verzichten und nach Leuca, dem südlichsten Punkt zu fahren, da wo sich das adriatische Meer mit dem ionischen trifft, wo Papst Benedikt, oder Papa Razzi, der Kirche einen Besuch in der Kirche machte. Angeblich sollen nur jene Einlass ins Paradies finden, welch zu dieser Kirche pilgern. Herrlich, die Sonne schien und fast kein Wölkchen am Himmel. Hier muss ich nun auch meinem Pap anrufen, er ist im Spital und macht mir grosse Sorgen. Er beschwichtigt mich, oder sich?, dass alles wieder gut wird. jedenfalls bin ich froh, seine Stimme gehört zu haben. Auf dem Rückweg hakten wir immer wieder und so langsam fang ich an, diese karge Küste zu lieben. Hier sollen die Helden der Odysee und von Troia an Land gegangen sein, hier spricht eine Volksgruppe noch einen alten griechischen Dialekt, hier reisten Mauren, Türken, Kreuzritter und Tempelritter durch und hier kommt 70 Prozent des weltweit gebrauchten Olivenöls her.... ein Mischmasch an Kulturen... Vieles geht mir durch den Kopf und wie schön, es ist für einmal nicht die Arbeit. Diese Gegend lässt mich all meine Mühen und den Stress vergessen.... Dennoch, ich brauche noch einige Tage um vollends runter zu kommen. Am Abend setzen Michael und ich uns auf die Terrasse, welche auf da Meer blickt und zu einem alten Einsamen Turm und spielen ein Rubikub. Dann gibt es Abendbrot... Mit Produkten vom Hofeigenen Biogarzen. Michael hat Favebrei und Zicchorie als Vorspeise, eine Puglische Spezialität, ich Parmigana alle Sarde, auch etwas, das mir neu ist und gut hab ich Sardellen gerne... Danach reicht es nur noch für ein Primi Piatte. Michael hat Orrechiette und ich fantastische Papardelle mit gebratenem Salami und Affumichatikäse... Cremig und würzig zugleich.... Lecker. Dazu einen halben Liter Haus-Weisswein. Doch für ein Dessert eigenen luftig leckeren Pfirsichkuchen reicht es noch und dann gehen wir auch schon kaputt und müde ins Bett, wo ich noch Blogg schreibe, bis tief in die Nacht, während mein Göttergatte und Chauffer seinen wohlverdienten Schnarch-Schlaf vollzieht, sich aber unruhig Hinrunde her wälzt, weil seine Böhnchen wohl doch seinen Magen etwas gebläht haben. 6. Tag Ortranto und die Gebeine der Kreuzritter Diese Italienischen Wurstkissen sind nichts für uns. Beide haben schlecht geschlafen und ich musste mir selber mitten in der Nacht eine Nackenmassage geben. Daher etwas müde und verknautscht waren wir dann auch eher etwas spät dran. Das Frühstück hier ist eher etwas auf der italienischen Seite, 12 Kuchen, Bisquitrollen und Torten waren im Angebot und nur wenig Brot, ein Natur Joghurt, ein Hartköse dünn geschnitten und etwas Rohschinken. dafür ist der Cappuccino voll nach meinem Geschmack. Dann geht es ins nahe Otranto, das Tor zum Orient. nach etwas herumkurverei finden wir einen bewachten Parkpatz. Hier im Salento muss man oft bei der Parkuhr sein Nummernschild eingeben. Hier jedoch wird die Nummer bei der Einfahrt gefilmt und gespeichert, wenn man dann wieder rausfahren will muss man an der Kasse wieder das Nummernschild eingeben und schon kann man bezahlen. Wiederum bei der Ausfahrt erkennt die Kamera das Nummernschild und die Schränke geht automatisch hoch... Ein gutes System, besonders, wenn man wie ich wohlweislich das Nummernschild abfotografiert hat und so nicht jedesmal zurück zum Auto laufen muss, um nachzusehen, wie nun die Nummer lautet,,,,hab einige Parker fluchend wieder zu ihrem Auto laufend gesehen. Dann geht es durch einen kleinen gepflegten Park in die Altstadt. In den kleinen Gässchen eiernd man rechts und links von Turidtischem Angebot in Versuchung geführt, aber ich will standhaft bleiben... Bei einem Paar feingefertigter Ledersandalen und einer Orentalischanmutenden Seidenkaftabluse, werde ich fast schwach, die hätte ich mir auch gekauft, wenn sie diese in meiner Grösse gehabt hätten... Aber den Tamburinen, den "Surlis"-Kreisel, dem Pastaangebot, dem Wein und dem Olivenöl, den Keramikgeschirr und Figürchen, den Korbtaschen kann ich gut widerstehen. Dann sind wir seitlich vor der Catedrale. Wir gehen in die Krypta, welche voller weisser Säulen IST und mich an eine andere Krypta erinnert, aber ich mag mich nicht mehr erinnern wo. die vielen Turisten nehmen dem ganzen aber etwas den Reiz. die Treppen hinauf an einem alten Kreuzrittergrab vorbei... Ich nehm jedenfalls an, dass es sich um ein Kreuzrittergrab handelt, weil es ein rotes Kreuz hat... Geht es hinauf in die Prächtige Kathedrale mit dem wunderschönen Mosaikfussboden und der prächtigen Kasettendecke. Die Turisten sind jedoch so laut und respektlos, dass man das Gefühl hat auf einem Marktplatz zusein und nicht in einem Gotteshaus. Ganz hinten in der Kirchenbei der Heiligen Catarina, welche nicht heiraten wollte und von dem verschmähten erst gefoltert und dann geköpft wurde, sind hinter Glasscheiben die Gebeine der 800 von den Türken getöteten Christen, welche sich weigerten dem Christentum abzuschwören....irgendwie unheimlich, dass die Welt seit 1480 nicht mehr gelernt hat. Auch heute noch werden im Namen irgendwelcher Religionen Menschen gefoltert, getötet, enthauptet, vergewaltigt und gepeinigt. Schon traurig, dass der Mensch nicht dazulernt. Vor dem Haupteingang zur Catedrale stehen die Reisegruppen, welche ihren lautdeklamierenden Reiseführern mehr oder minder gut zuhören. Die Fotokameras schwenken den auch einmal in diese dann in die andere Richtung... Aber machen wir ja auch. Das Städtchen IST schnell durchwandert und der Besuch in dem Castello lohnt nicht wirklich. Wir laufen der Stadtmauer am Meer und dem Hafen entlang und beobachten die Boote, Badenden und das ganze Geschehen in der Bucht, in der es sogR einen Sandstrand hat. Wir fahren weiter in den Norden in Richtung der Laghi Allimini, schwenken jedoch vorher ab zu dem Sandstrand Azurro, wo wir uns einen Sonnenschirm und zwei Liegen gönnen. Aaah, es tut gut mal nichts tun, etwas lesen, kurz Baden und die Sonne zu geniessen. Es windet jedoch stark, ein Kite-Surfer macht sich auf und entschwindet schnell Richtung Horizont. Wie der wieder zurückkommt ist mir ein Rätsel. Der Wind bringt jedoch auch Wolken und schon bald fröstelt es mir. Grade als ich mich umziehe, fängt es an leicht zu Regnen. Der kurzenSchauer reicht uns dann doch uns von der Beach zu verBschieden. Wir fahren wieder zurück und nach einem kurzen Nickerchen spielen wir ein Rummikubvorne mit Blick auf Meer. Am Abend belässt ein kräftiger Wind und auf der Terrasse wurden die Plastikjalousien heruntergelassen, dennoch bin ich froh um mein Wolljäckchen. Michael erfreut sich heute einer Muschelsuppe mit gerösteten Brotscheiben während ich die Gerstenpasta mit Gemüse geniesse. danach erfreu ich mich an einer gefüllten Aubergine, während Michael vorzügliche Fritti die Mare vertilgt. Der Canonico mundet hervorragend dazu. Dessert kriegen wir heute beim besten Willen nicht mehr hinunter und gehen wieder früh schlafen.

Donnerstag, 18. September 2014

4. und 5. Tag Mamma Mia - was für ein Tag nach einem gemütlichen Frühstück zogen wir los nach Ostuni, die weisse Stadt. leider war das Navigationsgerät auf schnellste Route eingestellt, sodass wir anstadt über Land, wie von mir geplant, hinunter auf die Autostrada gelotst wurden und so etwas von dem schönen Trulliland einbüssten. Dafür wurden wir dann mit einem herrlichen Blick von unten auf die, auf einem Berg tronende Stadt, belohnt. Unterhalb derStadt führten uns Schilder zu einem privaten Parkplatz, der von einer Familie, mit angrenzender Autogarage, geführt wurde. 5 stolze Euros musste man da berappen, um das Auto für 1 stunde oder auch 1 Tag zu parken. Michael war es nicht ganz geheuer bei der Sache. Ich hingegen war von den offiziellen Schildern beruhigt. 250m mussten wir den Berg hinauf gehen und dann nochmals ca. 50m ganz steil hinauf zur Altstadt und zum Torre Nova. Die Stadt ist voller verwinkelter enger Gassen, die einem Labyrinth gleichen. Selbst ich hatte Mühe die Orientierung zu bewahren. Die Häuser waren hoch und fast alle über die Jahrhunderte zig mal mit weisser Kalkfarbe neu angestrichen. Steile Treppen führten nach oben zu Türen, die dann noch mehr Treppen preisgaben, welche wiederum steil zum den nächsten Stockwerken führen. Die meisten Häuser Haben auch Dachterrassen, die zu anderen Dachterrassen führen, was dem ganzen ein arabischen Anstrich gibt. Geschmückt sind die Treppen und Terrassen, die Balkone und Nischen oft mit Blumen und Pflanzen. Oft "wächst" auch mitten aus einem Haus heraus eine Glyzinie oder wilde Rebe...wo die ihr Wurzelwerk haben, bleibt ein Rätsel. Erst scheint auch diese Stadt etwas ausgestorben, doch dann kommen langsam die Touristenläden, und schliesslich enden wir plötzlich auf einem riesigen Platz mit Prachtbauten, kleinen Restaurants und einer riesigen Statue eines Heiligen. Obwohl es doch einige Reisebusse und Touristen in der Stadt hat, merkt man, dass die Hauptsaison zu Ende ist. Alles bleibt überschaubar. Vom Stadtrand hat man einen fantastischen Blick hinunter ans Meer und es ist unglaublich wie viele Olivenbäume es hier gibt. Die Strassen führen oft durch diese hindurch, die Bäume sind alt, knorrig und gross, wie ich noch nie Olivenbäume gesehen hab; nicht in Griechenland, nicht in Spanien, nicht in Ligurien und auch nicht in der Toskana oder Rom. Überall sind die Felder mit kleinen weissen Natursteinmauern eingezäunt, die wohl auch oft uralt sind, dazwischen stehen trulliähnlich kleine steinhäuschen, welche wohl als Lagerraum oder den Landarbeitern, Bauern und Schäfern als Schutz vor einem Gewitter dienten. Ostuni ist sehr beeindruckend, aber wohnen könnt ich da nicht. Alles immer in die Wohnung zu Fuss schleppen? Wie machen die das bloss, wenn jemand ein neues Bett User Schrank bestellt hat? Kein Auto kommt da durch die Gassen... Es zieht uns weiter ans Meer... In Torre Cane finden wir ihn...einen langen schönen Sandstrand... Es hat sogar noch der eine oder andere Sonnenschirm und liegestuhlanbieter offen.... Es weht jedoch ein starker Wind, der nicht wirklich dazu einlädt zu verweilen. Dennoch zieh ich mir meine Badehose an und wir machen einen Spatziergang...und dann muss ich es doch wagen und gehe bis zur Hüfte ins Wasser. Es ist warm und sauber, aber wellig und vom Wind aufgepeitscht. So bleibt es bei diesem ersten, kurzen Vergnügen und wir gehen zum Auto zurück. Danach geht es weiter nach Monopoli. Die Altstadt haben wir fast nicht entdeckt. Dafür hat es Parkplätze genug. Hier scheint auch alles Tod, aber es ist nach ein Uhr und daher wohl alles bei der Siesta. Auch hier ein Labyrinth, das einen ganz kirre werden lässt. Schliesslich wohl eher aus Glück sind wir wieder da, wo wir in die Altstadt eingetaucht sind. Schliesslich setzen wir uns in ein Restaurant und Speisen vorzüglich und geniessen ein Glas Weisswein. Die Stadt wirkt wie eine Piratenstadt, die Menschen darin scheinen auch verwegen, sind aber ganz freundlich. In einigen Gassen roch es nach frischgewaschener Wäsche, Javel und alte Damen sitzen vor dem Haus auf den Treppen und halten ein Schwätzchen. Zu gerne würde ich sie fotografieren, trau mich aber nicht sie zu fragen. Nach dem Essen wäre ich gerne in das Agriturismo für einen faulen restlichen Nachmittag zurück, aber Michael will nun doch noch in das rund 1stündig entfernte Castell del Monte. So fahren wir wieder gen Norden und das Land wird flacher. Um Bari herum, wo die Autostrada voller Löcher IST und Michael flucht, bei jedem geholper. Dann geht es ins Landesinnere, und die Vegetation ändert, immer karger wird die Gegend. Und schliesslich schon von weitem sieht man es, das Castell, das von dem Stauferkönig Friedrich II erbaut wurde und von dem man bis heute noch nicht weiss was für einem Zweck es diente. Es ist achteckig mit acht achteckigen Türmen daran und steht genau in der Mitte zwischen den Pyramiden und irgend einem Bau in Frankreich, es soll nach den Sternen und der Sonne ausgerichtet sein und steht perfekt auf dem Berggipfel. Wie die hier die Steine hinaufgekarrt haben ist doch unglaublich, zumal der Bau wohlb bloss der Machtdemonstration diente. Der Blick rundherum ist grandios und man ist schon in Ehrfurcht, ob dieses prächtigen Baus, dessen Harmonie und Schönheit in seiner Schlichtheit einen ergreifen. (DerbSatzbist nicht ganz richtig, egal, ich lass ihn stehen, denn er spiegelt wieder was einem da so durch den Kopf geht). Die 10 Euro eintrittsgebühr sind jedoch überrissen, den viel zu sehen, gibt es innen drin nicht. Wiederum ca. 1stunde geht es zurück zununserer Bleibe und wir geniessen unser letztes Abendessen dort. Der Cabernet Sauvignon aus Eigenanbau gibt uns den Rest und wir torkeln nur noch müde und kaputt ins Bett. 5. Tag Heute heisst es Abschied nehmen von dem Agriturismo hier. Wieder schleppen wir unsere Koffer und Habseeligkeiten die etlichen Treppchen hinunter und laden unseren kleinen Nissan Micra, der uns bisher mit seinen 3zylindern doch sehr gute Dienste geleistet hat. ca. 2Stunden müssen wir in den Süden und wieder ändert sich die Landschaft. Erst wird es flacher und dann immer karger. Da seh ich doch plötzlich zwei Bauern mit je einem Handpflug und Pferd der das zieht, wie vor hundert Jahren.... Unglaublich.... Danach wird es steinig und wir nähern uns der Küste von Otranto. Wild, karg und steinig ist es hier. Erst bin ich richtig erschrocken, gefällt mir das? Was ist aus den sanften Hügeln geworden, voller grüner Olivenhaine und Rebberge? Hier eine ausgetrocknete grassebene mit Kakteen voller Kaktusfeigen, dazwischen ein Busch... Doch, Dan. Die Küste, Wild, zerfurcht, voller kleiner Buchten und ein tiefblaues Meer, das am Rand oft auch Türkis scheint. Klares Wasser und wieder überall zerfurchter Felsen uns weisse Steine. Auch hier hat es kleine Steinbauten, diese sind jedoch anders in der Form, manche eckig und manche Rund. An der Küste dann alte zerfallene Türme wohl eher aus römischer oder gar späterer Zeit. In der Nähe eines solchen Turmes ist den auch unser nächstes Domizil, das Agriturismo Tenunta Sant Emillion

Dienstag, 16. September 2014

3. Tag Nach einem für Italienische Verhältnisse reichen Frühstück ging es heute erst einmal nach Alberobello... DER SADT... Welch wohl jeder Tourist besucht, welcher nach Apulien reist. Sehr touristisch ging es dann auch zu und her. In den kleinen Trulli, so heissen die hübschen Rundbauten, wurde in jedem Laden lokale Produkte angeboten ( Olivenöl, Wein, Liköre, Marmeladen, handgewebte Leinentücher, mit billiger synthetischer Wolle hangehäkelte Ponchos und Stolas, Keramiken und gedrechselte Nudelhölzer, wenig Lederwaren und Schmuck, meist in Gold oder Silver eingetauchte Blätter der Gegend.). Etwas aggressiv der Verkaufsstil, was ja bei mir grade das Gegenteil bewirkt. so haben wir es dann auch bei einem Set Nudelhölzer belassen. Diese Nutzen wir wenigstens. Die Stolas waren wirklich schön und überall sah man ältere Frauen fleissig häkeln... Aber eben, diese fürchterliche Wolle..... Und häkeln kann ich auch ganz gut. Michael hatte schnell genug von dem Treiben und wollte weiter... Ameisen im Schuh....ich bin sicher wir hatten grade mal eigenen Viertel gesehen, aber wenn das Geburtstagskind weiter will, dann geht es weiter.... Eigentlich hatte ich geplant nach Ostuni zu fahren, aber Michael wollte in die Grotten von Castellana www.grottedicastellana.it/de Wir mussten noch eine 3/4 Stunde auf unseren Einlass warten und verkürzten uns die Zeit mit einem Gelato. Dann ging es in die Tiefen der Erde... Und immer tiefer und hinein...durch kleine und grosse Gänge seltener Schönheit zu neuen riesigen Tropfsteinhöhlen. Wir waren in einer Italienischen Gruppe und konnten so nicht alles, meist gar nichts verstehen. Es war feucht, und eigentlich nur 15-18grad warm. Aber ich hatte sehr bald heiss. Für meine legierten Knie war das ständige auf und ab nicht grade toll und auch die Füsse taten mir weh. da ich an dem Tag nicht geplant hatte in die Grotte zu gehen, hatte ich auch nicht das richtige Schuhwerk dabei, so dass mir die Füsse, die Knöchel und die Knie sie weh taten, dass ich eine schmerztablette nehmen müsste. Beschreiben kann man so eine Höhlenbesuch nicht wirklich, gerne hätte ich da und dort verweilt, aber die Führerin hatte ein flottes Tempo drauf und so manch einer kam kräftig ins schnaufen, was auch an der feuchten und sauerstoffarmen Luft lag.... Kein Wunder sollten Menschen mit Herzbeschwerden und hohem Bluthochdruck da nicht rein... Fotografieren durfte man leider nur in der ersten Höhle, welche ein Loch in der Decke hatte. Ich fürchtete schon die ganzen Stufen wieder hochlaufen zu müssen, schlotterten mir doch die Knie schon gewaltig... Meine Physio-tante hätte wohl keine Freude gehabt....aber hinauf ging es per Lift. Was für eine Freude wieder frische Luft und Sonnenschein zu spüren und atmen....auch jetzt merkte man erst, wie das Eingeengt-sein doch die Seele etwas belastete.... Etwas mulmig war einem plötzlich schon zu wissen, das unter einem so viel hohler Raum was und man schaute etwas ungläubig zu den doch recht grossen und massiv gebauten Häusern ringsum... Wir gingen dann Essen. Der Kellner war Touristen gegenüber nicht grade aufmerksam , ganz anders behandelte er die Italiener, wenigstens das essen war fein. Danach ging es erst einmal zurück zu unserer Bleibe. Michael wollte kurz Kleider Wechsel und ich nutzte die Gelegenheit für ein ganz kurzen Powernap. Michael hatte wieder Ameisen unter den Füssen und ich schlug vor nach Noci zu fahren... Noci entpuppte sich jedoch als Enttäuschung und wir fuhren weiter nach Locorotondo. Eine hübsch Stadt auf dem Hügel, alles weiss gestrichen und oft mit Blumen geschmückt. Entweder waren wir um 18.00 Uhr jedoch zu früh da, oder die Stadt ist abends mehrheitlich Tod... Die meisten Läden waren geschlossen, die Restaurants machen erst kurz vor 8 auf. Nach dem üppigen Mittagessen hatten wir jedoch keine Lust mehr gross essen zu gehen... Mein Vorschlag auf dem Rückweg nochmals nach Alberobello zu gehen stiess auf taube Ohren... Michaels Ameisen waren verschwunden, die Luft raus... Er wollte nur noch zurück ins Agriturismo ein Bierchen zischen und ins Bett. Unterwegs deckten wir uns mit Bier, etwas Käse, Proschiuto, Coppa und Salame und Foccacia - gingen zurück und machten ein kleines Picknick ... Der Tag verlief anders als von mir ursprünglich geplant, aber es war spannend, schön, erlebnisreich und ich bin hundemüde. Darum geht es auch früh zu Bett...gute Nacht.
2. Tag Hatte ich schon erzählt, dass einige Sprossen des Lattenrostes sich gelöst hatten.... Nen, wir haben nichts unanständiges gemacht... Das blöde Bett ist eines von diesen billigen Eisenbettern, die man hier unten leider doch immer wieder mal antrifft. dank Michaels starken Armen haben wir das jedoch wieder hinbekommen und doch eine sehr ruhige und angenehme Nacht verbracht Zum Frühstück gab es etwas trockenes Brot, süssen Kuchen und einen selbst gemachten Pfirsichsmoothie. Dazu natürlich einen Kaffee, so stak, dass man fast einen Löffel zum stehen bringen konnte.... Mit viel erhitzter Milch ging es aber und schmeckte hervorragend. der Wirt war auch schon wieder da und quatschte genauso unaufhörlich vor sich hin wie am Abend zuvor. Er will aus dem Betrieb ein vorzeige Agriturissmo machen mit Swimmingpool, Kinderspielplatz, Restaurant, Tennisplatz, und einen Lehrgarten mit alten Obstsorten will er auch machen. ich hab ihm dann gesagt, dass ihm dann noch der Kräuterschneck fehlt. Die Idee hat ihm gut gefallen. Um 9.30 ging's dann weiter gegen Süden. Durchs grüne Makenland, das bergige Abruzzenland und hinunter in die Molisegegend, eine schöne Fahrt. Wir waren dann schon längst in Apilien ohne es zu merken... Es wurde flach und öde....gefiel uns gar nicht und ich dachte schon oh nein, ich kehr um.... Dieser Eindruck verstärkte sich noch als wir den fatalen Fehler machte die Küsten-Autobahn Richtung Bari zu nehmen. Hier löschte es Michael total ab und ich musste ihn ermutigen weiterzufahren. ich hab ja schon gelesen, das Bari von Industrie und Hochhäusern umringt ist, aber eigentlich einen interessanten Altstadtkern haben soll. dort hätte ich gerne den Hausfrauen zugeschaut welch auf Tischen vor den Häusern ihr Orrichiette und anderen Pasta machen....aber es zieht auch mich nichts , wirklich nichts in diese Metropole.... Nein, keine Hektik bitte. Gottseidank wurde es nach Bari wieder etwas hügeliger. Unser Weg führte uns hinauf in die Nähe von Alberobello, unser Agriturissmo, die Masseria Torricella www.masseriatorricella.it sich befindet. Eine Masseria ist ein Gutshof, welcher wohl früher auch mal von Mönchen bewohnt war. Die Ställe wurden zu Restaurants umgebaut. Einige Terrassen hinzugefügt. Es hat einen eigenen Jogging- Fittnessparcourt durch diee Olivenhaine und einen Swimmingpool, den ich natürlich gleich ausprobieren musste. Michael hat sich derweil ein Nickerchen gegönnt nach der langen Fahrt. Unser Zimmer ist vorne raus und hat einen kleinen Balkon, wir mussten den unser Gepäck und wir haben ja beide viel zu viel dabei.... Einige Treppen, Terrassen und Stufen hinaufschleppen. dafür wurden wir mit einem stabilen Bett einem kleinen Vorzimmer mit Kamin und natürlich einer Aussicht belohnt. Auf den Stufen vor unserem Zimmer sass ich dann und schieb den blogg, genoss das Treiben unten im Hof und die sinkende Abensonne auf meiner sonnenhungrigen Haut. Kurz vor 8 Uhr begaben wir uns hinunter, wo grade ein Car mit Amerikanischen Touristen ankam. Diese zückten auch gleich ihre Kameras und schiessen wild drauflos. Dann begaben sie sich zu den Tieren des Hofes, währen die Kelnner den liebevoll gedeckten Tisch im Innenhof, schnellstens in den alten Pferdestall transportierten. Wir hätten zu gerne ein Bierchen gezischt, aber leider eine Bar gibt es hier nicht. Also warten und dann unseren Tisch suchen. Das Essen war gut, nicht ganz so hervorragend wie den Abend zuvor, aber gut. Es gab: Antipasti misti (Fave e cebe, Geissenkäse, Proschiuto, gefüllte Peperroni) Prima Ein Bohnenmus mit gegrillten Peperoncini Secondo Ich hatte involtini di vitello Michael gefüllte Zucchini, die wirklich bessere Wahl Dazu ein Tomatensalat Dessert Ein Pfirsichsalat Und eine Flasche Primitivo vom Hauseigenen Weingut

Montag, 15. September 2014

1. Tag Wir waren doch nicht ganz so früh bereit wie wir uns das erst vorgenommen hatten. Aber was solls! Wir haben ja gar keinen Zeitdruck und keinen Termin. :) Die Reise gen Süden verlief den auch unspektakulär und ohne Stau. Es war jedoch Wärmer als gedacht (25 grad )und ich hatte in meinem Seemannspullover etwas zu warm.. Nach etlichen Pipi - Café- panini- Stops kämmen wir nach 8 Stunden in der Nähe von Ancona in unserem Agriturissmo www.agriturismolulivo.com an. Der Wirt und die Camarere Helga! Welch aussah, als ob sie zufiele japanische Comics gelesen hat, waren schon da und begrüssten uns. Wir waren die einzigen Gäste? Natürlich musste Michaels Details her, der Ehemann ist wichtiger und auf zwei Schmierzettel wurden wir somit für die Polizei registriert? leider hatte das Agriturismo noch kein Wifi, erst nächstes Jahr und ich sollte noch lernen was für grosse Pläne der Wirt mit dem Grundstück hat. Bei einem Willkommens-Weisswein wurde dann noch abgemacht, dass Helga uns am Abend bekochen würde und wir sind dann erst mal in unser kleines Apartement! Welches aus einer kleinem Küchenwohnzimmer und einem schönen Badezimmer mit Ausblick und ein grosses Schlafzimmer mit Eisengestellbett, weicher Matraze und einem wie sich herausstellte nicht ganz stabilen Latenrost, sowie einem 2. Einzelbett, bestand. Michael musste nach der langen Fahrt erst mal ein Nickerchen machen? Da ich während der Fahrt immer wieder kleine Powernaps genossen hatte, machte ich mich daran erstmal herauszufinden wo die nächsten Nächte verbringen würden? Also las ich etwas in meinen zwei Apulienreisebüchern und durchstöberte mein Agriturismo App. Danach ging es hinunter zum Abendessen. Was da aufgetischt wurde war unglaublich und das nur für uns: Burrata und ein Mozzarellazopf mit Honig aus eigener Imkerei, Zucchine- Confeture, Melonen-Brandy-Marmelade (alles Hausgemacht und Bio ) Der Burrata war von einer Qualität, wie ich ihn noch nie genössen durfte, er schmolz im Mun, war wirklich etwas butterig und cremig.... Will gar nicht wissen wie viele Kalorien wir da zu uns genommen hatten Tagliatelle fatta in Casa con ragu Die Tagliatelle waren sehr lecker und hatten eine angenehme Konsistenz? Oft sind hausgemachte Nudeln etwas zu dick, aber diese hier waren leicht und wohl auch mit frischen guten Eiern gemacht. Da wären wir eigentlich schon satt gewesen ... der Wirt der uns ständig Geschichten von anderen Gästen erzählte hat es sich nicht nehmen lassen für uns seinen selbstgebastelten Barberquegrill in Betrieb zu nehmen und man merkte schon, dass er darin viel Übung hatte. Er feuert am liebsten mit seinem Olivenholz an, da dies sehr heiss wird, einen guten Geschmack liefert und eine super glut gibt? Er hat extra für uns dann noch einige Lorbeerzweige im angrenzenden Wäldchen gepflückt... Da war es schon dunkel und ich hab ihm mit meiner handytaschenlampe geleuchtet...die er zwecks Geschmack dann auch noch zum Feuer gab? Gegrillt hat er: Lamm , Wildschwein und Schweinswürstchen.... Viel zu viel Dazu gab es einen Tomaten-Peperoni Salat Seine ganzen Produkte, die angeblich alle Bio sind hat er uns natürlich erklärt, aber nicht alles zum testen gegeben... Wäre auch zuviel gewesen. Zum Dessert gab es Pfirsiche und Trauben aus seinem Bestand... Herrlich fruchtig und süss, geschmackvoll und vollmundig waren diese. Den kleinen Apfel, alte Sorte, war uns dann doch etwas zu sauer...aber zum Kochen... Ja da ist er sicher eine Wucht. Dann gabs hausgemachten Kirschlikör, Traubensirup zu probieren und natürlich einen Grappa obendrauf. Der Weisswein den wir tranken, mundete uns auch ganz gut....hicks... Und so torkelten wir dann müde aber glücklich ins Bett....Mit leichtem Räucherwürstchengeschmack in den Haaren. Was für einen Auftakt.

Samstag, 13. September 2014

Eine Reise ohne Sinn und Verstand

... so ist es jedenfalls geplant. Michael und ich hatten ein sehr strenges Jahr. Man kann sagen, wir haben beide gekrampft bis zum Umfallen. Daher kam die Idee eine Ferienreise ohne Planung, ohne Vorreservierung und ohne genaue Reiseroute zu machen - eine Reise ohne Sinn und Verstand - einfach treiben lassen und sehen, was der nächste Tag bringt.

Morgen geht es los - "geplant" ist 6.00 ihr morgens gegen Süden aufzubrechen.... wie weit?... wissen wir noch nicht...

Meine Eltern haben uns heute nochmals richtig verwöhnt und werden unser Haus, die Katze, die Fische und unsere Pflanzen sorge tragen - vielen Dank schon mal dafür! Ohne Euch wäre das echt nicht möglich.

Die Koffer sind bis auf ein paar wenige Habseeligkeiten gepackt... das Auto wurde heute nochmals von dem Automech geprüft und von Michael liebevoll geputzt und ich kann es gar noch nicht wirklich glauben, dass morgen ein neues Abenteuer losgeht...

Mal sehen, wann wir wieder Wifi haben um unsere ersten Erlebnisse zu hinterlassen....

Jetzt geht es erst mal ins Bett - daher gute Nacht uns schlaft gut....

Michael und Karin