Montag, 15. September 2014

1. Tag Wir waren doch nicht ganz so früh bereit wie wir uns das erst vorgenommen hatten. Aber was solls! Wir haben ja gar keinen Zeitdruck und keinen Termin. :) Die Reise gen Süden verlief den auch unspektakulär und ohne Stau. Es war jedoch Wärmer als gedacht (25 grad )und ich hatte in meinem Seemannspullover etwas zu warm.. Nach etlichen Pipi - Café- panini- Stops kämmen wir nach 8 Stunden in der Nähe von Ancona in unserem Agriturissmo www.agriturismolulivo.com an. Der Wirt und die Camarere Helga! Welch aussah, als ob sie zufiele japanische Comics gelesen hat, waren schon da und begrüssten uns. Wir waren die einzigen Gäste? Natürlich musste Michaels Details her, der Ehemann ist wichtiger und auf zwei Schmierzettel wurden wir somit für die Polizei registriert? leider hatte das Agriturismo noch kein Wifi, erst nächstes Jahr und ich sollte noch lernen was für grosse Pläne der Wirt mit dem Grundstück hat. Bei einem Willkommens-Weisswein wurde dann noch abgemacht, dass Helga uns am Abend bekochen würde und wir sind dann erst mal in unser kleines Apartement! Welches aus einer kleinem Küchenwohnzimmer und einem schönen Badezimmer mit Ausblick und ein grosses Schlafzimmer mit Eisengestellbett, weicher Matraze und einem wie sich herausstellte nicht ganz stabilen Latenrost, sowie einem 2. Einzelbett, bestand. Michael musste nach der langen Fahrt erst mal ein Nickerchen machen? Da ich während der Fahrt immer wieder kleine Powernaps genossen hatte, machte ich mich daran erstmal herauszufinden wo die nächsten Nächte verbringen würden? Also las ich etwas in meinen zwei Apulienreisebüchern und durchstöberte mein Agriturismo App. Danach ging es hinunter zum Abendessen. Was da aufgetischt wurde war unglaublich und das nur für uns: Burrata und ein Mozzarellazopf mit Honig aus eigener Imkerei, Zucchine- Confeture, Melonen-Brandy-Marmelade (alles Hausgemacht und Bio ) Der Burrata war von einer Qualität, wie ich ihn noch nie genössen durfte, er schmolz im Mun, war wirklich etwas butterig und cremig.... Will gar nicht wissen wie viele Kalorien wir da zu uns genommen hatten Tagliatelle fatta in Casa con ragu Die Tagliatelle waren sehr lecker und hatten eine angenehme Konsistenz? Oft sind hausgemachte Nudeln etwas zu dick, aber diese hier waren leicht und wohl auch mit frischen guten Eiern gemacht. Da wären wir eigentlich schon satt gewesen ... der Wirt der uns ständig Geschichten von anderen Gästen erzählte hat es sich nicht nehmen lassen für uns seinen selbstgebastelten Barberquegrill in Betrieb zu nehmen und man merkte schon, dass er darin viel Übung hatte. Er feuert am liebsten mit seinem Olivenholz an, da dies sehr heiss wird, einen guten Geschmack liefert und eine super glut gibt? Er hat extra für uns dann noch einige Lorbeerzweige im angrenzenden Wäldchen gepflückt... Da war es schon dunkel und ich hab ihm mit meiner handytaschenlampe geleuchtet...die er zwecks Geschmack dann auch noch zum Feuer gab? Gegrillt hat er: Lamm , Wildschwein und Schweinswürstchen.... Viel zu viel Dazu gab es einen Tomaten-Peperoni Salat Seine ganzen Produkte, die angeblich alle Bio sind hat er uns natürlich erklärt, aber nicht alles zum testen gegeben... Wäre auch zuviel gewesen. Zum Dessert gab es Pfirsiche und Trauben aus seinem Bestand... Herrlich fruchtig und süss, geschmackvoll und vollmundig waren diese. Den kleinen Apfel, alte Sorte, war uns dann doch etwas zu sauer...aber zum Kochen... Ja da ist er sicher eine Wucht. Dann gabs hausgemachten Kirschlikör, Traubensirup zu probieren und natürlich einen Grappa obendrauf. Der Weisswein den wir tranken, mundete uns auch ganz gut....hicks... Und so torkelten wir dann müde aber glücklich ins Bett....Mit leichtem Räucherwürstchengeschmack in den Haaren. Was für einen Auftakt.

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