Samstag, 20. September 2014

5. Tag ... Die Reise zum südlichsten Punkt Italiens Also im Agriturismo www.tenutasantemillion.it angekommen, haben wir uns kurz eingerichtet und sind dann mit Badehose bepackt gen Süden. Eine Badebucht wollten wir uns suchen. Was wir fanden waren viele steinige Buchten, wo sich die Menschen auf unbequemen Steinen in der prallen Sonne räckelten. das Wasser war verlockend, klar, grün, türkis bis ins tiefe blau schimmernd, doch in der prallen Sonne mit viel kalter Bise wollten wir uns nicht so recht entscheiden. die eine kleine Bucht hier in der Nähe bei Porto Badisco, welche mir gefiel, war Michael zu eingeengt und bei Pote San Cesare, wo die alten Ruinen waren, war es mir nicht so geheuer. immer mehr in den Süden fuhren wir und entschieden uns dann aufs Baden zu verzichten und nach Leuca, dem südlichsten Punkt zu fahren, da wo sich das adriatische Meer mit dem ionischen trifft, wo Papst Benedikt, oder Papa Razzi, der Kirche einen Besuch in der Kirche machte. Angeblich sollen nur jene Einlass ins Paradies finden, welch zu dieser Kirche pilgern. Herrlich, die Sonne schien und fast kein Wölkchen am Himmel. Hier muss ich nun auch meinem Pap anrufen, er ist im Spital und macht mir grosse Sorgen. Er beschwichtigt mich, oder sich?, dass alles wieder gut wird. jedenfalls bin ich froh, seine Stimme gehört zu haben. Auf dem Rückweg hakten wir immer wieder und so langsam fang ich an, diese karge Küste zu lieben. Hier sollen die Helden der Odysee und von Troia an Land gegangen sein, hier spricht eine Volksgruppe noch einen alten griechischen Dialekt, hier reisten Mauren, Türken, Kreuzritter und Tempelritter durch und hier kommt 70 Prozent des weltweit gebrauchten Olivenöls her.... ein Mischmasch an Kulturen... Vieles geht mir durch den Kopf und wie schön, es ist für einmal nicht die Arbeit. Diese Gegend lässt mich all meine Mühen und den Stress vergessen.... Dennoch, ich brauche noch einige Tage um vollends runter zu kommen. Am Abend setzen Michael und ich uns auf die Terrasse, welche auf da Meer blickt und zu einem alten Einsamen Turm und spielen ein Rubikub. Dann gibt es Abendbrot... Mit Produkten vom Hofeigenen Biogarzen. Michael hat Favebrei und Zicchorie als Vorspeise, eine Puglische Spezialität, ich Parmigana alle Sarde, auch etwas, das mir neu ist und gut hab ich Sardellen gerne... Danach reicht es nur noch für ein Primi Piatte. Michael hat Orrechiette und ich fantastische Papardelle mit gebratenem Salami und Affumichatikäse... Cremig und würzig zugleich.... Lecker. Dazu einen halben Liter Haus-Weisswein. Doch für ein Dessert eigenen luftig leckeren Pfirsichkuchen reicht es noch und dann gehen wir auch schon kaputt und müde ins Bett, wo ich noch Blogg schreibe, bis tief in die Nacht, während mein Göttergatte und Chauffer seinen wohlverdienten Schnarch-Schlaf vollzieht, sich aber unruhig Hinrunde her wälzt, weil seine Böhnchen wohl doch seinen Magen etwas gebläht haben. 6. Tag Ortranto und die Gebeine der Kreuzritter Diese Italienischen Wurstkissen sind nichts für uns. Beide haben schlecht geschlafen und ich musste mir selber mitten in der Nacht eine Nackenmassage geben. Daher etwas müde und verknautscht waren wir dann auch eher etwas spät dran. Das Frühstück hier ist eher etwas auf der italienischen Seite, 12 Kuchen, Bisquitrollen und Torten waren im Angebot und nur wenig Brot, ein Natur Joghurt, ein Hartköse dünn geschnitten und etwas Rohschinken. dafür ist der Cappuccino voll nach meinem Geschmack. Dann geht es ins nahe Otranto, das Tor zum Orient. nach etwas herumkurverei finden wir einen bewachten Parkpatz. Hier im Salento muss man oft bei der Parkuhr sein Nummernschild eingeben. Hier jedoch wird die Nummer bei der Einfahrt gefilmt und gespeichert, wenn man dann wieder rausfahren will muss man an der Kasse wieder das Nummernschild eingeben und schon kann man bezahlen. Wiederum bei der Ausfahrt erkennt die Kamera das Nummernschild und die Schränke geht automatisch hoch... Ein gutes System, besonders, wenn man wie ich wohlweislich das Nummernschild abfotografiert hat und so nicht jedesmal zurück zum Auto laufen muss, um nachzusehen, wie nun die Nummer lautet,,,,hab einige Parker fluchend wieder zu ihrem Auto laufend gesehen. Dann geht es durch einen kleinen gepflegten Park in die Altstadt. In den kleinen Gässchen eiernd man rechts und links von Turidtischem Angebot in Versuchung geführt, aber ich will standhaft bleiben... Bei einem Paar feingefertigter Ledersandalen und einer Orentalischanmutenden Seidenkaftabluse, werde ich fast schwach, die hätte ich mir auch gekauft, wenn sie diese in meiner Grösse gehabt hätten... Aber den Tamburinen, den "Surlis"-Kreisel, dem Pastaangebot, dem Wein und dem Olivenöl, den Keramikgeschirr und Figürchen, den Korbtaschen kann ich gut widerstehen. Dann sind wir seitlich vor der Catedrale. Wir gehen in die Krypta, welche voller weisser Säulen IST und mich an eine andere Krypta erinnert, aber ich mag mich nicht mehr erinnern wo. die vielen Turisten nehmen dem ganzen aber etwas den Reiz. die Treppen hinauf an einem alten Kreuzrittergrab vorbei... Ich nehm jedenfalls an, dass es sich um ein Kreuzrittergrab handelt, weil es ein rotes Kreuz hat... Geht es hinauf in die Prächtige Kathedrale mit dem wunderschönen Mosaikfussboden und der prächtigen Kasettendecke. Die Turisten sind jedoch so laut und respektlos, dass man das Gefühl hat auf einem Marktplatz zusein und nicht in einem Gotteshaus. Ganz hinten in der Kirchenbei der Heiligen Catarina, welche nicht heiraten wollte und von dem verschmähten erst gefoltert und dann geköpft wurde, sind hinter Glasscheiben die Gebeine der 800 von den Türken getöteten Christen, welche sich weigerten dem Christentum abzuschwören....irgendwie unheimlich, dass die Welt seit 1480 nicht mehr gelernt hat. Auch heute noch werden im Namen irgendwelcher Religionen Menschen gefoltert, getötet, enthauptet, vergewaltigt und gepeinigt. Schon traurig, dass der Mensch nicht dazulernt. Vor dem Haupteingang zur Catedrale stehen die Reisegruppen, welche ihren lautdeklamierenden Reiseführern mehr oder minder gut zuhören. Die Fotokameras schwenken den auch einmal in diese dann in die andere Richtung... Aber machen wir ja auch. Das Städtchen IST schnell durchwandert und der Besuch in dem Castello lohnt nicht wirklich. Wir laufen der Stadtmauer am Meer und dem Hafen entlang und beobachten die Boote, Badenden und das ganze Geschehen in der Bucht, in der es sogR einen Sandstrand hat. Wir fahren weiter in den Norden in Richtung der Laghi Allimini, schwenken jedoch vorher ab zu dem Sandstrand Azurro, wo wir uns einen Sonnenschirm und zwei Liegen gönnen. Aaah, es tut gut mal nichts tun, etwas lesen, kurz Baden und die Sonne zu geniessen. Es windet jedoch stark, ein Kite-Surfer macht sich auf und entschwindet schnell Richtung Horizont. Wie der wieder zurückkommt ist mir ein Rätsel. Der Wind bringt jedoch auch Wolken und schon bald fröstelt es mir. Grade als ich mich umziehe, fängt es an leicht zu Regnen. Der kurzenSchauer reicht uns dann doch uns von der Beach zu verBschieden. Wir fahren wieder zurück und nach einem kurzen Nickerchen spielen wir ein Rummikubvorne mit Blick auf Meer. Am Abend belässt ein kräftiger Wind und auf der Terrasse wurden die Plastikjalousien heruntergelassen, dennoch bin ich froh um mein Wolljäckchen. Michael erfreut sich heute einer Muschelsuppe mit gerösteten Brotscheiben während ich die Gerstenpasta mit Gemüse geniesse. danach erfreu ich mich an einer gefüllten Aubergine, während Michael vorzügliche Fritti die Mare vertilgt. Der Canonico mundet hervorragend dazu. Dessert kriegen wir heute beim besten Willen nicht mehr hinunter und gehen wieder früh schlafen.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen